Brüder Grimm Schule, 2019
Galerie der Helden
Schüler*innen entwerfen persönliche Schutzpatrone für ihren neuen Standort
Fragestellung
Wie können wir den Schüler*innen des 6. Jahrgangs die Angst vor dem Übergang an den neuen Standtort nehmen?
Die Brüder-Grimm-Schule besteht aus zwei gegensätzlichen Standtorten: einem Grundschulstandort mit 50 Jahren Tradition und einen guten Kilometer weiter steht das Gebäude für die weiterführenden Jahrgänge, das erst seit Kurzem die Schule ergänzt. Wie können wir nach innen und außen zeigen: Wir sind EINE Schule?
Prozess
Das Künstlerduo Berthold und Schön wird eingeladen, um gemeinsam mit Schüler*innen und Lehrer*innen ein Konzept für ein Projekt zu entwickeln, das die beiden Standorte der Schule in der Wahrnehmung der gesamten Schulöffentlichkeit und des Viertels zu EINER Schule vereint.
Die Künstler identifizieren die Schüler*innen des 6. Jahrgangs als diejenigen, die vom Standortwechsel am meisten betroffen sind. Sie beschließen mit ihrer Kunstaktion das bereits etablierte Patenschaftsprojekt der 6. und 8. Jahrgänge zu unterstützen. Je besser die Sechstklässler einige der "Großen" vor ihrem Standortwechsel kennenlernen, desto kleiner dürfte ihr Unbehagen werden.
In jeder der 6. Klasse führen die Künstler einen Workshop durch, wobei ihnen die Paten aus den 8. Jahrgängen assistieren. Es geht um die Fragen: "Wie fühlt sich das an, vertraute Beschützer zu haben?" Am Ende der Workshops entwirft jede*r Sechstklässler*in einen eigenen Schutzpatron: Das Superschwein, der Revolverheld, die gute Fee, ein unumstößlicher Bulle sind einige Schutzfiguren der Kinder. Pro Klasse wählen Kinder und Künstler je eine Figur aus, die in Lebensgröße produziert wird und die zusammen eine Vorhut am neuen Standort bildet, um die Kinder nach den Ferien an ihrem neuen Standort zu begrüßen.
Ergebnis
Schüler*innen der 8. Klassen produzieren die lebensgroßen Heldenfiguren mit Unterstützung der Künstler. Lehrer*innen planen das große, jährliche Einweihungsfest der Galerie der Helden. Das Konzept der Künstler sieht vor, dass die Schule nach zwei begleiteten Durchläufen in der Lage ist, jährlich ihre eigene Galerie der Helden als festes Ritual im Jahresplan zu verwirklichen.